Blog VEDETTE EN SELLE : Sottrum


Angekommen

Ecrit le 30.09.2020 de Matthias Daus
Equipe: Offenes Team - Sottrum
Municipalité: Sottrum

Meine drei Wochen als Stadtradeln Star sind nun um und mit etwas Abstand kann ich sagen, dass es zwar nicht immer einfach gewesen ist dieses Programm durchzuziehen, aber es war auch weit weniger schlimm, als ich anfangs erwartet hatte. Natürlich spielt das Wetter dabei eine große Rolle, da muss man nicht lange drumherum reden. Ich hatte beinahe ausschließlich bestes Radwetter. Nicht zu warm (mit ein paar Ausnahmen), nicht zu kalt und auch Wind und Regen verschonten mich weitestgehend. Schwierig an der ganzen Sache war, dass man nicht auf das Auto ausweichen konnte. Egal, wie das körperliche Befinden gewesen ist. Und wenn man an einem Tag wesentlich größere Stecken zurücklegen musste, dann wirkte das auch gerne mal ein paar Tage nach. Ein dreiwöchiges Trainingslager, wenn man so will. Das mag einem trainierten Radfahrer, und das bin ich absolut nicht, vielleicht leichter fallen, aber ich hatte da schon manchmal meine Probleme. Was also nehme ich an positiven Sachen mit, aus diesen 21 Tagen? Zunächst eine gewisse Gelassenheit. Jetzt, da ich wieder mit dem Auto unterwegs bin, verfalle ich in diesen Trott, wo alles irgendwie schneller gehen kann, aber nie schnell genug. Wenn der Vordermann weniger als die erlaubte Geschwindigkeit fährt, erzeugt das eine gewisse Unruhe. So etwas hatte ich auf dem Fahrrad nie. Man rechnet einfach anders. Die Geschwindigkeit gibt die eigene Fitness vor und ich bin nie in die Versuchung geraten, zwingend schneller sein zu wollen. Also wusste man, wie lange man in etwa für eine Strecke brauchen würde und hat so etwas zeitlich eingeplant. Und was soll ich sagen, es funktionierte. Zwangsweise wurde dem Alltag ein Stück weit die Hektik entzogen. Dass das natürlich nicht unbegrenzt machbar ist, merke ich jetzt, wo ich wieder mit dem Auto unterwegs sein kann. Es gibt einfach Dinge, die man nicht mit dem Fahrrad erledigen kann. Aber auf der anderen Seite kann sich eigentlich jeder aufraffen und für die vielen kurzen Strecken, für die man aus Gewohnheit das Auto nimmt, auch das Rad als Alternative ansehen. Und meine Teilnahme hat mir deutlich gemacht, was sinnvoll ist und was eben nicht. Insofern war es eine sehr aufschlussreiche Zeit für mich und ich kann es wirklich nur wärmstens empfehlen, auch einmal ein Stadtradeln Star zu werden. Sofern es irgendwie machbar ist.

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Mengenlehre

Ecrit le 21.09.2020 de Matthias Daus
Equipe: Offenes Team - Sottrum
Municipalité: Sottrum

Wir sind mittlerweile über 400 aktiv Radelnde in der Samtgemeinde Sottrum. Was mich einigermaßen überrascht. Als ich meine Teilnahme als Radelstar gut eine Woche vor dem Start publik gemacht habe, waren es nur 80 Leute, die hier mitmachen wollten. In den letzten Tagen vor dem Start ist die Teilnehmerzahl dann sprunghaft angestiegen und auch jetzt noch, nachdem das Radeln schon zwei Wochen läuft, kommen immer noch neue Leute dazu. Wenn ich das im Vorfeld hätte schätzen sollen, wäre ich ganz bestimmt nicht bei einer solchen Zahl gelandet. Ich persönlich bin rund 325 km geradelt und dabei 48 kg CO2 vermieden. Nun kann ich es mir nicht gerade bildlich vorstellen, was das für ein Volumen ergibt. Also habe ich recherchiert und herausgefunden, dass ein Kilogramm CO2 einem Volumen von 204 handelsüblichen Ballons entspricht. Demnach habe ich also eine Ersparnis von 9792 Ballons zusammengefahren, wenn man es denn so nennen möchte. Das ist schon ein hübsches Sümmchen. Interessanter wird es, wenn man die Gesamtheit aller Teilnehmer der Samtgemeinde nimmt und die rund 7 Tonnen, die eingespart wurden. Dann sind das nämlich schon 1.428.000 Ballons oder rund 3,5 Millionen Liter. Und das nach zwei Wochen. Ich bin gespannt wie viel Luftballons noch kommen werden...

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Jetzt geht’ s los

Ecrit le 11.09.2020 de Matthias Daus
Equipe: Offenes Team - Sottrum
Municipalité: Sottrum

Oder sollte es besser heißen, jetzt fährt‘s los? Das Unterfangen Stadtradeln Star ist gestartet und ich kann endlich loslegen. Im Vorfeld hatte ich mir lange Gedanken gemacht, ob ich mich dieser Aufgabe stelle, weil es auf dem Land nicht zwingend leicht ist, auf das Auto zu verzichten. Auch wenn es nur drei Wochen lang der Fall ist. Nachdem ich mich dann entschieden hatte, konnte ich es eigentlich kaum erwarten, dass es losgeht. Nun radel ich mittlerweile den fünften Tag und bin im dreistelligen Kilometerbereich angelangt. Das ist vielleicht nicht gerade der Spitzenwert, aber er ist realistisch dafür, was ich im Ersatz für das Auto per Fahrrad zurückgelegt habe. Ich habe in der Stadtradeln Star Statistik gesehen, dass der Erstplatzierte erstaunliche 2.800 Kilometer in den drei Wochen zurückgelegt hat. Dafür bräuchte ich bei meinem normalen Pensum zweieinhalb Jahre. Man sieht, in diese Sphären werde ich nicht vordringen, aber ein paar hundert Kilometer werde ich auch zusammen kriegen, wenn Mensch und Material über die Distanz nicht schwächeln. Aber wir hoffen das Beste und ich entdecke jetzt schon einen erstaunlichen Tatendrang bei mir. Ich bin gespannt, wie die Reise weitergeht.

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